Frankfurt (Reuters) – Nach einer ersten Einigung im US-Schuldenstreit geht es am deutschen Aktienmarkt wieder aufwärts.
Der Dax legte am Donnerstag 0,8 Prozent zu auf 15.782 Punkte.
Bei der Anhebung der US-Schuldengrenze ist mit der Gesetzesverabschiedung im Repräsentantenhaus eine wichtige Hürde genommen worden. “Die Aktienmärkte können erst einmal durchatmen”, sagte IG-Marktexperte Christian Henke.
Nun muss noch der Senat zustimmen, damit ein Zahlungsausfall abgewendet wird. “Es gibt es so viel parteiübergreifende Unterstützung, dass man kaum glauben kann, dass dies im Senat nicht noch mehr eine Formsache sein wird”, sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei National Australia Bank.
Das lenke die Aufmerksamkeit an den Börsen nach dem wochenlangen Gezerre wieder auf Konjunkturdaten und die Fed-Sitzung im Juni.
Am Donnerstag kam mit einer überraschend gewachsenen Industrieproduktion in China ein positives Konjunktursignal aus dem Reich der Mitte.
Anleger warten zudem auf die Inflationsdaten vom Statistikamt Eurostat für Mai. Erwartet wird ein Rückgang auf 6,3 Prozent, von 7,0 Prozent im April. Aus den USA stehen unter anderem die ADP-Arbeitsmarktdaten an, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern werden.
Zudem wird der ISM-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht.
An der Spitze der Dax-Gewinner standen Heidelberg Materials mit einem Kursplus von zwei Prozent. Die Analysten von JP Morgan haben die Titel auf “Overweight” von “Neutral” hochgestuft.
Zu den größten Verlierern zählten Immobilienwerte wie Vonovia, die 2,3 Prozent abgaben.
(Bericht von Anika Ross.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









