Berlin (Reuters) – Deutsche Mittelständler sollten sich nach Ansicht von Bundeskanzler Olaf Scholz neben China auch in anderen Boom-Regionen der Welt engagieren.
China habe sich den Weltmärkten geöffnet und so in den vergangenen “30, 40 Jahren ein unglaubliches Wirtschaftswachstum erlebt”, sagte Scholz am Sonntagabend beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow.
Auch deutsche Firmen seien im Geschäft in und mit China sehr engagiert. “Die Aufgabe ist jetzt nicht, daraus wegzugehen”, sagte der SPD-Politiker. “Sondern die Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass man auch noch an vielen anderen Orten ist.” Dies gelte etwa für die Lieferketten.
Hier hätten die jüngsten Krisen gezeigt, dass allzu große Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen oder Regionen von Nachteil gewesen sei.
“Aber ich bin überzeugt, dass bei den anderen aufstrebenden Nationen Asiens, auch in Afrika und in Südamerika große, neue Geschäftsmöglichkeiten sich eröffnen.” Diese Länder bereiteten sich auch darauf vor.
So wollte etwa Indonesien zur Mitte dieses Jahrhunderts viertgrößte Volkswirtschaft der Welt werden, sagte Scholz. Er betonte, dass derzeit Deutschland auf Rang vier sei. “Vielleicht sind die jetzigen Zeiten, wo man sich ein bisschen umschaut, ja auch gut, weil dann ja auch ungeahnte neue Möglichkeiten auf einen zukommen.”
China ist Deutschland wichtigster Handelspartner.
Die Bundesregierung plädiert jedoch seit längerem dafür, dass die Wirtschaft die Abhängigkeit von China reduziert.
(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









