Berlin (Reuters) – Bezahlbares Wohnen wird nach Einschätzung des Immobilienverbands GdW immer schwieriger.
Es drohe eine nie dagewesene Krise, teilte der Verband am Montag in Berlin mit und verwies auf neue Prognosen dazu.
Gründe seien die höheren Zinsen, die Inflation, Langfrist-Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie strenge politische Vorgaben für mehr Klimaschutz. “Unter den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen können die sozial orientierten Wohnungsunternehmen nicht mehr in bezahlbaren Wohnungsbau investieren”, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.
“Statt des Regierungsziels von 400.000 neuen Wohnungen muss mit immer weiter abnehmenden Wohnungsbauzahlen bis zu einer Fertigstellungszahl von nur 200.000 neuen Wohnungen jährlich gerechnet werden.”
Der GdW vertritt rund 3000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, private sowie landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen.
Diese bewirtschaften rund sechs Millionen Wohnungen in Deutschland.
Die Regierung müsse alles dafür tun, die Energiekosten bezahlbar zu halten, so der Verband. Preissteigerungen träfen ärmere Bevölkerungsschichten sonst als erstes.
Dieses Jahr dürften lediglich 242.000 Wohnungen in ganz Deutschland fertiggestellt werden, 2024 dann 214.000 Einheiten. 400.000 sind eigentlich das Ziel der Ampel-Regierung. 2022 seien bei Mietwohnungen nur 53 Prozent der benötigten 160.000 Wohnungen fertiggestellt worden.
Im sozialen Wohnungsbau waren es nur 25 Prozent der benötigten 100.000 Einheiten.
(Bericht von Christian Krämer, redigiert von Hans Seidenstücker. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









