Düsseldorf (Reuters) – Die Investitionen in die Modernisierung der Kollektionen und aufwendige Kampagnen zahlen sich für Hugo Boss trotz Konjunkturflaute aus.
Finanzchef Yves Müller erhöhte Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr die Jahresprognose.
Hugo Boss erwarte nun 2023 ein Umsatzplus von zwölf bis 15 Prozent auf einen Rekordwert von 4,1 bis 4,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) soll um 20 bis 25 Prozent auf 400 bis 420 Millionen Euro steigen.
Im Frühjahr hatte der Konzern seine Jahresziele bereits angehoben und eine Steigerung beim Umsatz von zehn Prozent und beim Ebit von zehn bis 20 Prozent angepeilt.
“Aus heutiger Sicht spricht alles dafür, dass wir unsere Ziele für 2023 erreichen und somit vor dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte stehen”, sagte Müller.
Der vor zwei Jahren gestartete Strategiewechsel greife in jeder Hinsicht. “Wir haben viele junge Kunden gewonnen insbesondere in Amerika und auch immer mehr in Europa.”
Unter der Bezeichnung “Claim 5” hatte Boss vor zwei Jahren unter Führung von Konzernchef Daniel Grieder den Umbau des ursprünglich für seine klassischen Herrenanzüge bekannten Modeausstatters gestartet.
Inzwischen rühmt sich die schwäbische Firma mit ihren Marken Boss und Hugo, den Zeitgeist zu treffen und mit lässiger Herrenmode, aber auch Anzügen in waschbarer Qualität bei den jungen Generationen zu punkten.
Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 20 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro.
Das Ebit stieg um 21 Prozent auf 121 Millionen Euro. Die Anleger blieben indes skeptisch: Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Aktie notierte in einem insgesamt schwachen Markt mit 71,88 Euro rund 1,5 Prozent im Minus.
Die um 120 Basispunkte auf 62,3 Prozent gesunkene Bruttomarge sei etwas enttäuschend, kommentierten Experten der Deutschen Bank und DZ Bank. Händler sprachen auch von Gewinnmitnahmen. Die Aktie hat seit Jahresanfang gut 30 Prozent an Wert gewonnen.
(Bericht von Anneli Palmen, redigiert von Sabine Wollrab.
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