Berlin (Reuters) – Der Dienstleistungssektor in Deutschland blickt auf ein umsatzstarkes Jahr zurück.
Klammert man Finanz- und Versicherungsdienstleistungen aus, sprang 2023 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real – also preisbereinigt – ein Umsatzplus von 2,0 Prozent heraus.
Nominal (nicht preisbereinigt) wurde demnach 2,1 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022, wie Destatis am Mittwoch weiter mitteilte. Insgesamt erzielte der Dienstleistungssektor im Jahr 2023 demnach den höchsten realen Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015.
Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 lag er um 5,8 Prozent höher.
Der reale Umsatzanstieg ist unter anderem auf die weiter fortschreitende Erholung im Bereich der konsumnahen Dienstleistungen zurückzuführen, die in erster Linie von privaten Endkunden in Anspruch genommen werden.
Im vergangenen Jahr stiegen die realen Umsätze der konsumnahen Dienstleister gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent. Die konsumnahen Dienstleistungen waren von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie sehr stark betroffen, hatten aber bereits 2022 fast wieder das Niveau von 2019 erreicht.
2023 wurde der bisherige Höchstwert des Jahres 2019 sogar um 5,5 Prozent übertroffen. Die unternehmensnahen Dienstleister, deren Leistungen vorwiegend von Unternehmen und öffentlichen Stellen oder sonstigen Organisationen in Anspruch genommen werden, erwirtschafteten voriges Jahr mit einem realen Zuwachs von 1,1 Prozent gegenüber 2022 ebenfalls einen neuen Rekordumsatz.
(Bericht von Reinhard Becker, redigiert von Sabine Ehrhardt.
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