Trump: Apple sollte Diversitätsprogramme beenden

Washington (Reuters) – US-Präsident Donald Trump hat Apple zum Bruch mit den Diversitätsprogrammen (DEI) des Konzerns aufgefordert.

“Apple sollte die DEI-Regeln abschaffen, nicht nur Anpassungen vornehmen”, schrieb Trump am Mittwoch auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Die Maßnahmen hätten den USA geschadet und gehörten nun der Vergangenheit an. Apple reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Erst am Dienstag hatten die Aktionäre auf der Hauptversammlung von Apple für die Beibehaltung von Diversitätsprogrammen beim iPhone-Hersteller gestimmt. Die Anteilseigner lehnten damit den Antrag eines externen Investors gegen eine Politik der Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration ab. Die Abstimmung galt als Test für die Ansichten der Aktionäre über den Wert der sogenannten DEI-Programme, die viele Unternehmen ab 2020 im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung eingeführt oder verstärkt haben. Etliche große US-Unternehmen, darunter Meta und Alphabet, hatten dagegen ihre DEI-Initiativen im Zuge der Rückkehr von Trump ins Weiße Haus aufgegeben.

Der Republikaner hat die Diversitätsprogramme der Unternehmen kritisiert und angedeutet, dass das Justizministerium untersuchen könnte, ob sie gegen das Gesetz verstoßen. Apple-Chef Tim Cook erklärte am Dienstag, dass die Leitlinie der Würde und des Respekts für alle niemals ins Wanken geraten dürfen. Zugleich wies er auf mögliche Anpassungen hin: “Da sich die Rechtslage in diesen Fragen weiterentwickelt, müssen wir möglicherweise einige Änderungen vornehmen, um die Vorschriften einzuhalten.”

(Bericht von Susan Heavey und Aditya Soni, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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