Paris (Reuters) – Nach einem Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Bilanzjahr will der Spirituosenkonzern Remy Cointreau zurück auf Wachstumskurs.
Wegen der Unwägbarkeiten der Zollpolitik der USA und Chinas zog der Vorstand allerdings seine Mittelfristziele für 2029/30 zurück, wie der Hersteller des Cognacs Remy Martin und des Orangenlikörs Cointreau am Mittwoch mitteilte.
Dem neuen Vorstandschef Frank Marilly, der ab dem 25. Juni die Nachfolge von Eric Vallat antritt, werde überlassen, neue Ziele und Strategien auszugeben.
Im abgelaufenen Bilanzjahr 2024/25 sorgte die maue Nachfrage in den USA und China, den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns, für herbe Einbußen.
Der Umsatz sank organisch um 18 Prozent auf 984,6 Millionen Euro und der Betriebsgewinn um 30,5 Prozent auf 217 Millionen. Dabei sorgten Kosteneinsparungen von 85 Millionen Euro für Entlastung.
Eine spürbare Erholung der Nachfrage in den USA stimmte den Vorstand zuversichtlich, 2025/26 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erreichen.
Ohne Berücksichtigung möglicher Zollerhöhungen in China und den USA peile der Konzern zudem einen Anstieg des Betriebsgewinns im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Potenzielle Zollerhöhungen könnten im schlimmsten Fall allerdings einen Bruttoeffekt von bis zu 100 Millionen Euro auf den Betriebsgewinn haben – 60 Millionen Euro in China und 40 Millionen Euro in den USA.
Der Konzern erwirtschaftet 70 Prozent seines Umsatzes mit Cognac, der überwiegend in den USA und China verkauft wird.
Dadurch ist das Unternehmen den Zöllen auch stärker ausgesetzt als einige Wettbewerber mit größerer geografischer Reichweite oder einem breiteren Produktportfolio.
(Bericht von Dominique Vidalon, geschrieben von Anneli Palmen, redigiert von Philipp Krach.
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