Danzig (Reuters) – Die Aktien des französischen Zahlungsabwicklers Worldline gehen nach Berichten über “Dirty Payments” in den freien Fall.
Die Papiere verloren am Mittwoch an der Pariser Börse mehr als 40 Prozent an Wert und notierten so niedrig wie nie zuvor.
Auslöser waren Berichte unter anderem im “Spiegel”, wonach Worldline Kunden aus der Porno- und Datingbranche unzureichend geprüft und Kundenbetrug vertuscht haben soll, um Einnahmen zu sichern.
Worldline habe in ganz Europa “fragwürdige” Kunden angenommen, darunter Pornografie-, Glücksspiel- und Dating-Seiten, hieß es in Berichten des Europäischen Recherche-Netzwerks EIC, die in 21 europäischen Medien veröffentlicht wurden.
Die Recherche zu den sogenannten “Dirty Payments” basiert den Angaben zufolge auf vertraulichen internen Dokumenten und Daten des Zahlungsabwicklers.
Worldline teilte mit, dass das Unternehmen seit 2023 die Risikokontrollen für Händler verstärkt und nicht-konforme Kundenbeziehungen beendet habe.
Gegenüber Verstößen verfolge die Firma eine Null-Toleranz-Politik und stehe regelmäßig mit den Aufsichtsbehörden in Kontakt. Reuters konnte die Informationen in den Medienberichten nicht unabhängig bestätigen.
Worldline gehört zu den größten europäischen Zahlungsdienstleistern.
Jährlich wickelt das Pariser Unternehmen Zahlungen mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro ab.
(Bericht von Gianluca Lo Nostro und Anna Pruchnicka, geschrieben von Christina Amann, redigiert von Ralf Banser.
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