Düsseldorf, 18. Dez (Reuters) – Rabattschlachten und die mangelnde Kauflaune der Verbraucher lasten auf der Parfümeriekette Douglas.
“Der Markt bleibt herausfordernd”, bilanzierte Douglas-Chef Sander van der Laan am Donnerstag.
Douglas sehe “Veränderungen im Verbraucherverhalten im Vergleich zu den äußerst dynamischen Jahren nach der Pandemie”. Vor allem in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich hielten sich die Kunden zurück.
Douglas wagte auch deshalb nur einen verhaltenen Ausblick, der die Anleger enttäuschte: Die Titel verloren in der Spitze 10,6 Prozent und waren damit der mit Abstand schwächste SDax-Wert. Der Konzern schaut sich nun außerhalb Europas nach neuen Märkten um.
Van der Laan nimmt dabei die Golfstaaten ins Visier.
Douglas hatte erst im März die Jahresziele für 2024/25 zusammenstreichen müssen und bereits damals auf die eingetrübte Konsumstimmung der Verbraucher verwiesen.
Diese Prognose erfüllte der Konzern nun aber bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2024/25 (per Ende September) erreichte die angepeilten 4,5 Milliarden Euro, unter dem Strich blieb dank der deutlich gesunkenen Schulden ein Gewinn von rund 175,4 (Vorjahr: 84) Millionen Euro.
Den Aktionären um die Gründerfamilie Kreke und den Finanzinvestor CVC legt Douglas allerdings keine Dividende unter den Weihnachtsbaum. Es bleibe aber Ziel, wieder Dividenden zahlen zu können, betonte Finanzchef Marco Giorgetta.
In das neue Geschäftsjahr sei Douglas “solide gestartet”, sagte van der Laan mit Blick auf das erste Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft.
Der Düsseldorfer Konzern erwartet für 2025/26 Umsätze zwischen 4,65 und 4,80 Milliarden Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge solle auch im neuen Jahr bei 16,5 Prozent liegen. Mittelfristig soll der Umsatz dann im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen – bei einer weiter stabilen bereinigten Ebitda-Marge.
Neue Wachstumsperspektiven könnte sich Douglas außerhalb Europas erschließen.
“Daher prüfen wir derzeit intensiv einen Markteintritt in der Golfregion, wo wir großes Potenzial für unser Premium-Beauty-Geschäft sehen”, sagte van der Laan. Douglas suche dabei einen Partner.
Eine Entscheidung solle voraussichtlich 2026 fallen.
(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









