Madrid (Reuters) – Die spanische Großbank BBVA startet am Montag mit ihrem feindlichen Übernahmeangebot für den kleineren Rivalen Sabadell.
BBVA bietet 14,9 Milliarden Euro, die Offerte basiert hauptsächlich auf Aktien, wie BBVA am Freitag nach der Genehmigung durch die spanische Börsenaufsicht mitteilte.
Die Aktionäre von Sabadell haben dem voraussichtlichen Zeitplan zufolge bis zum 7.
Oktober Zeit, ihre Aktien anzudienen. Die Ergebnisse des Angebots werden für den 14. Oktober erwartet. Der Verwaltungsrat von Sabadell hat ab dem 8. September zehn Arbeitstage Zeit, um seine formelle Stellungnahme zu dem Angebot abzugeben.
BBVA will die Mehrheit der Stimmrechte beziehungsweise 49,3 Prozent der Sabadell-Aktien erwerben.
BBVA erwartet nun Kosteneinsparungen von 900 Millionen Euro, nach einer ursprünglichen Schätzung von 850 Millionen Euro.
Diese Vorteile sollen jedoch erst 2029 zum Tragen kommen, da die spanische Regierung eine vollständige Fusion der beiden Banken für mindestens drei Jahre blockiert hat. Durch den Zusammenschluss entstünde eine Bank mit einer Bilanzsumme von mehr als einer Billion Euro.
Sie wäre die zweitgrößte spanische Bank nach der Caixabank.
BBVA bietet nun eine neu ausgegebene Stammaktie und 0,70 Euro in bar für je 5,5483 Stammaktien von Sabadell. Sabadell-Aktien lagen am Freitagnachmittag 1,3 Prozent im Minus, BBVA-Papiere notierten 1,3 Prozent höher.
(Bericht von Jesús Aguado und Emma Pinedo; geschrieben von Myria Mildenberger, redigiert von Philipp Krach.; Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









