Frankfurt, 18. Dez (Reuters) – Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der Dax am Donnerstag schwächer in den Handel gestartet.
Der deutsche Leitindex verlor 0,2 Prozent auf 23.923 Zähler.
“Es wäre eine große Überraschung, wenn die Europäische Zentralbank heute etwas anderes beschließen würde, als den Leitzins dort zu belassen, wo er ist”, prognostizierte Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Entscheidend sei heute vor allem der Zinsausblick für die kommenden Monate.
Anleger rechneten damit, dass es hinter den Kulissen rege Diskussionen über den künftigen Inflationsausblick und die damit verbundenen Risiken geben dürfte.
An den Finanzmärkten wird bereits über eine mögliche Zinserhöhung 2026 spekuliert, während einige Analysten dies für verfrüht halten. Derzeit liegt der Einlagesatz, den Banken für das Parken überschüssiger Gelder bei der Notenbank erhalten, bei 2,0 Prozent.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten in den ersten Minuten die Aktien von Merck, die gut ein Prozent nachgaben. Die Titel von Rheinmetall konnten ihre anfänglichen Gewinne nicht halten, sie gaben 0,7 Prozent nach.
Der Rüstungskonzern hat endgültig die Weichen für den Verkauf des schwächelnden Autozuliefergeschäfts gestellt. Der Vorstand habe aus den vorliegenden Angeboten für die zivile Sparte Power Systems, für die Rheinmetall seit April einen Käufer sucht, zwei Bieter in die engere Wahl genommen, mit denen nun weiterverhandelt werden soll, teilte das Unternehmen mit.
Im SDax rauschten die Aktien von Douglas um gut zehn Prozent in die Tiefe.
Rabattschlachten und die schlechte Konsumstimmung bremsen das Wachstum der Parfümeriekette.
(Bericht von: Daniela Pegna. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)









