16. Dez (Reuters) – Die US-Börsen sind nach gemischten Wirtschaftsdaten verhalten in den Handel gestartet.
Der Dow-Jones-Index eröffnete am Dienstag leicht schwächer bei 48.387 Punkten.
Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gaben jeweils 0,2 Prozent auf 6805 und 22.998 Zähler nach. Investoren verdauten die Daten zum US-Arbeitsmarkt und den Einzelhandelsumsätzen, die kein klares Bild zeichneten.
Zwar wurden im November mit 64.000 Stellen mehr Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen als von Experten erwartet. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote jedoch überraschend auf 4,6 Prozent.
Zudem fielen die Lohnzuwächse schwächer als erwartet aus, was den Inflationsdruck mindern könnte. Ein separater Bericht zeigte, dass die Einzelhandelsumsätze im Oktober stagnierten. Die Veröffentlichung der Daten hatte sich wegen eines vorangegangenen “Shutdowns” der US-Regierung verzögert.
“Die Dürre bei den Arbeitsmarktdaten ist vorbei, aber die Daten zeigen, dass der Arbeitsmarkt im Grunde seit April brachgelegen hat”, sagte Brian Jacobsen, Chefökonom bei Annex Wealth Management.
Die eher auf eine lockere Geldpolitik ausgerichteten Mitglieder der Fed dürften sich durch die gestiegene Arbeitslosenquote bestätigt fühlen. “Eine Zinssenkung im Januar ist vielleicht nicht wahrscheinlich, aber eine Senkung im März kann nicht ausgeschlossen werden”, sagte Jacobsen.
Laut den von LSEG zusammengestellten Daten haben Börsianer ihre Erwartungen an US-Zinssenkungen im kommenden Jahr nach den Daten leicht erhöht.
“Wenn die Arbeitslosenquote so stark ansteigt, erhöht das zwar die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen”, sagte auch Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management. “Wie wir aber in der Vergangenheit gesehen haben, ist dies kein beständiger Trend.”
Die Reaktion an den breiteren Märkten war ebenfalls uneinheitlich.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe notierte nahezu unverändert bei rund 4,18 Prozent. Der Dollar gab leicht nach, während der Goldpreis und der Bitcoin zulegten. Bei den Sektoren zählten Energiewerte zu den Verlierern, während Basiskonsumgüter und Finanzwerte leichte Gewinne verzeichneten.
Bei den Einzelwerten sprangen die Aktien von B.
Riley um 25 Prozent nach oben, nachdem die Investmentbank einen Gewinn für das zweite Quartal gemeldet hatte – nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Dagegen kamen Änderungen in der Führungsmannschaft bei Humana-Anlegern nicht gut an: Die Titel des Krankenversicherers gaben mehr als drei Prozent nach.
(Bericht von Johann M Cherian, Shashwat Chauhan, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Philipp Krach.
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