Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks bei Galeria auf

Düsseldorf (Reuters) – Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der angeschlagenen Warenhauskette Galeria in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks auf.

Betroffen seien Filialen in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, um in der laufenden Tarifrunde bei dem letzten Warenhausriesen in Deutschland Druck zu machen, teilte Verdi mit.

“Die Belegschaften stecken seit vielen Jahren Geld in die Sanierung des Unternehmens und verzichten auf bis zu 5500 Euro jedes Jahr”, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Marcel Schäuble: “Dass die Arbeitgeber jetzt erneut Lohnverzicht fordern, bringt Menschen bei Galeria auf die Straße.”

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen unter anderem eine Rückkehr Galerias in die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels.

Der Warenhausriese hatte dagegen erklärt, eine Rückkehr in den auf den Lebensmitteleinzelhandel ausgelegten Flächentarifvertrag sei “in absehbarer Zeit finanziell unmöglich”. Galeria wolle vielmehr einen “passenderen Warenhaus-Tarifvertrag”.

Die Tarifverhandlungen sollen Ende April fortgesetzt werden. Die Warnstreiks hatte Galeria bereits scharf kritisiert. Bei der seit Jahren kriselnden Warenhauskette soll ein Sanierungsplan umgesetzt werden, der tiefe Einschnitte vorsieht, unter anderem sollen 47 Warenhäuser die Pforten schließen.

(Bericht von Matthias Inverardi; redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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