NordLB verringert Konzernverlust im ersten Quartal

Hannover (Reuters) – Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat zum Jahresanfang rote Zahlen geschrieben.

Das Vorsteuerergebnis lag im ersten Quartal bei minus acht Millionen Euro, wie das Institut aus Hannover am Mittwoch mitteilte.

Vor Jahresfrist betrug der Verlust allerdings noch 99 Millionen Euro. Wegen dieser Ergebnisverbesserung sieht NordLB-Chef Jörg Frischholz die Bank auf gutem Weg. Nun gehe es darum, “diesen positiven Trend fortzusetzen” und die Bank erfolgreich weiterzuentwickeln.

“Dabei halten wir an unserem eingeschlagenen Wachstumskurs fest, ohne das Thema Risiko aus dem Blick zu verlieren.” Unterm Strich betrug der Konzernverlust 15 Millionen Euro, nach minus 78 Millionen Euro vor einem Jahr.

Im Gesamtjahr 2022 hatte die NordLB ihren Vorsteuergewinn noch auf 104 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Nun erklärte die Bank, der Jahresauftakt sei zwischen Januar und März wie üblich durch die Zahlungen für die Bankenabgabe und den Einlagensicherungsfonds mit 68 Millionen Euro belastet worden. Während der Zinsüberschuss um drei Prozent auf 229 Millionen Euro sank, kletterte das Provisionsergebnis um 28 Prozent auf 46 Millionen Euro.

Der Appell von NordLB-Chef Frischholz, trotz Wachstum das Risiko im Auge zu behalten, dürfte an die Eigner aus dem Sparkassen-Lager gerichtet sein. Denn dort ist Kritik laut geworden, dass die NordLB entgegen der Restrukturierungspläne nun wieder wachse statt zu schrumpfen und dabei womöglich zu viele Risiken eingehe.

Die NordLB hatte sich mit faulen Schiffskrediten verzockt und musste Ende 2019 von ihren Eignern mit 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Hier sprangen auch die bundesweiten Sparkassen und Landesbanken ein, um eine Abwicklung zu verhindern.

Niedersachsen hält 57,5 Prozent an der NordLB und Sachsen-Anhalt 6,3 Prozent. Der Rest entfällt auf das Sparkassen-Lager.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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