Washington (Reuters) – Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA legt nur leicht zu und deutet auf eine weiterhin robuste Entwicklung am Jobmarkt hin.
In der vergangenen Woche stellten 227.000 US-Bürger einen Antrag auf staatliche Hilfe, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.
Von Reuters befragte Ökonomen hatten exakt mit dieser Zahl gerechnet, nach 221.000 in der vorangegangenen Woche. Der weniger stark schwankende Vier-Wochen-Schnitt fiel auf 228.250.
Eine Zahl von 270.000 Erstanträgen gilt als kritisch, da sich ab dieser Marke eine nachhaltige Eintrübung des Arbeitsmarkts abzeichnet.
Der Jobmotor lief trotz der Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed zuletzt rund. Jüngsten Daten zufolge sank allerdings die Zahl der offenen Stellen – ein wichtiges Maß für die Nachfrage nach Arbeitskräften – auf das niedrigste Niveau seit über zwei Jahren.
Am Freitag veröffentlicht die US-Regierung die Jobmarktdaten für Juli.
Dabei rechnen von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten mit einem Stellenzuwachs von 200.000 außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 209.000 im Juni. Ein Anstieg von 70.000 bis 100.000 Jobs pro Monat gilt unter Ökonomen als ausreichend, um die wachsende US-Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter mit Jobs zu versorgen.
Die Federal Reserve bekämpft die hohe Inflation in den USA mit einer straffen geldpolitischen Linie und will zugleich den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen.
Sie hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent gehievt. Fed-Chef Jerome Powell will sich noch nicht festlegen, wie es im September weitergeht: Sowohl eine Pause als auch eine weitere Erhöhung seien möglich, je nach Datenlage.
(Bericht von Lucia Mutikani, Safiyah Riddle, geschrieben von Reinhard Becker.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)









