Brüssel/Kopenhagen (Reuters) – Die Bierbrauer Anheuser-Busch InBev und Carlsberg sind trotz rückläufiger Bierverkäufe gewachsen und haben Aktienrückkäufe angekündigt.
Angekurbelt von höheren Preisen und einer gestiegenen Nachfrage nach teureren Getränken legte der Umsatz des weltgrößten Brauers InBev um fünf Prozent auf 15,57 Milliarden Dollar zu, wie das belgische Unternehmen mit Marken wie Beck’s, Budweiser oder Corona am Dienstag mitteilte.
Der Absatz in den USA ging weiter zurück, nachdem die Marke Bud Light nach einer Kontroverse über eine Werbeaktion mit einer Transgender-Influencerin ihren Spitzenplatz auf dem US-Biermarkt verloren hatte.
Innerhalb der nächsten zwölf Monate will InBev Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zurückkaufen.
Der Fokus soll jedoch weiter auf dem Abbau des Schuldenbergs liegen: “Wir konzentrieren uns weiter auf den Schuldenabbau und haben ein Barangebot für ausstehende Anleihen für bis zu drei Milliarden Dollar genehmigt”, teilte das Unternehmen mit.
Auch die dänische Brauerei Carlsberg kämpft mit rückläufigen Absatzzahlen. Die Nummer Drei hinter Anheuser und Heineken konnte ihren Umsatz im dritten Quartal aber um 0,3 Prozent auf 20,3 Milliarden dänische Kronen (2,72 Milliarden Euro) steigern.
Dafür hätten unter anderem steigende Verkaufszahlen von Premium-Bieren beigetragen, sagte Konzernchef Jacob Aarup-Andersen. Carlsberg startete ebenfalls ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Kronen.
Der Konzern warnte jedoch, dass die schwache Verbraucherstimmung in Europa und Südostasien die Biermärkte negativ beeinflussen könnte.
Die Aktionäre von InBev freuten sich über den angekündigten Aktienrückkauf und schickte die Anteilsscheine fast drei Prozent ins Plus.
Carlsberg musste mit einem Kursrückgang um rund 1,5 Prozent hingegen Federn lassen.
(Bericht von Emma Rumney, Olivier Sorgho, Johannes Birkebaek und Jacob Gronholt-Pedersen. Geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Sabine Wollrab.
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